Aufwertung Massnahmen Gwattlischenmoos

Aufwertungsmassnahmen im Gwattlischenmoos

Nun ist dieses grosse und seit langem vorbereitete Projekt verwirklicht. Damit sich alle eine Vorstellung von den sehr umfangreichen Arbeiten machen können, sind hier die einzelnen Projektteile und deren Abfolge kurz beschrieben.

Planung und Bewilligungen

Von März bis Juli 2008:

  • Aufnahme der konkreten Planungsarbeiten
  • Ausarbeiten eines Projekts und Beschrieb
  • Kontakte zu den nachbarlichen Grundeigentümern
  • Planzeichnungen, Finanzplanung, Offerten bei Baufirmen
  • Vorabklärungen bei den kantonalen Ämtern und Baugesuch einreichen

Von September bis Dezember 2008:

  • Wegen der Verweigerung eines Durchfahrtsrechts Planung umstellen
  • Neu sollen die Teiche vom See her ausgehoben werden
  • Zusagen der ersten Geldgeber treffen ein

Ende Januar 2009:

  • Erteilung der Gesamtbaubewilligung

Erste Realisierungsphase

Februar/März 2009:

  • Erstellung der Eisvogelbrutwand beginnt
  • Diese ist bereits zwei Monate später fertig gestellt
  • Bau des neuen, öffentlichen Beobachtungsturms (Hide)
  • Zweite Planung und ergänzende Baubewilligung

    März bis Juli 2009:

    • Planung des neuen, abgeänderten Ausführungsprojekts mit der Saugbaggertechnik
    • Überzeugungsarbeit bei den verschiedenen Behörden
    • Neue Gesuche an weitere Geldgeber
    • Büro IMPULS übernimmt die ökologische Baubegleitung (Auflage der Abteilung Naturförderung des Kantons Bern)
    • Einreichen des ergänzenden Baugesuches

    Ende September 2009:

    • Eingang der "Zusätzlichen Baubewilligung" von der Gemeinde Spiez
    • Medienorientierung zu den bevorstehenden Bauarbeiten

    Zweite Realisierungsphase

    ab Oktober 2009:

    • Installations- und Vorbereitungsarbeiten durch die Saugbagger AG und die Projektleitung (Martin Gerber)
    • Aushubarbeiten im Ostteil des Naturschutzgebietes
    • Die neuen Teiche werden vollständig mittels Kleinbagger und Dumper erstellt
    • Der Saugbagger kommt nur wenig zum Einsatz
    • Mitte Dezember sind der grosse Teich mit 60 x 27 m, der Eisvogelteich mit 25 x 25 m und die beiden Libellenteiche mit 15 x 15 m fertig ausgehoben

    • Mitte Dezember 2009 beginnen die Arbeiten im Westteil des Gebiets
    • Arbeit wegen des Dauerfrostes im Januar nicht möglich
    • Mitte Februar wird mit dem Saugbagger ein 50 x 28 m grosser Teich mit Seeverbindung und ein 15 x 15 m grosser Libellenteich ausgehoben
    • März bis Ende April wird der Rückbau aller Installationen ausgeführt
    • Zurück bleibt nur das Absetzbecken mit dem Saugbaggerschlick
    • Bauabnahme durch das Amt für Naturförderung des Kantons Bern
    • Im September 2010 Rückbau des Absetzbeckens.
      Durch das Einarbeiten von Humus in den Schlick wurde das Gemisch direkt auf dem Grundstück der Gemeinde Spiez eingearbeitet. Eine 20 cm höhere Humusschicht bedeutet damit sogar eine Bodenverbesserung

    Liste der Baufirmen


    Eisvogelbrutwand: Knecht AG, Naturnahe Gärten, Heimenschwand
    Beobachtungsturm/Hide: Schreinerei Walter Gasser, Heimenschwand
    Baumeisterarbeiten und alle Arbeiten an den Teichen: Saugbagger AG Murten

    Diesen Firmen, ganz besonders der Saugbaggerfirma und deren Geschäftsführer Manfred Schnydrig einen ganz besonderen Dank für die kompetente und immer zuverlässige Hilfe bei der Realisierung des Projekts!

    Liste der Geldgeber

    • AEK BANK 1826 in Thun
    • Amt für Naturförderung des Kantons Bern
    • Einwohnergemeinde Spiez
    • Förderfond für ökologische Aufwertungen Energie Thun AG
    • Fonds Landschaft Schweiz, Bern
    • Pro Natura Bern, Bern
    • Swisslos/Lotteriefonds des Kts. Bern, Bern
    • Uferschutzverband Thuner - und Brienzersee (UTB)
    • Verein Hafenanlage Seeallmend, Thun
    Ohne die Zusicherung all dieser Geldgeber wäre es der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Thun (NGT) nicht möglich gewesen, diese Aufwertungsmassnahmen zu realisieren. Dafür bedanken wir uns sehr.

    Wer war denn für dieses grosse Projekt überhaupt verantwortlich?

    Die ganze Aufwertung war wirklich nur realisierbar durch den persönlichen Einsatz verschiedener Personen. Ihnen möchte die NGT herzlich danken und ein grosses Lob aussprechen für die reibungslose Zusammenarbeit!

    Martin Gerber, Heimenschwand, Promotor und Projektleiter
    Die Umsetzung der Ideen musste mit viel Überzeugungsarbeit den Entscheidungsgremien von Kanton, Gemeinde, dem Landbesitzer NGT und den Nachbarn erläutert werden. Die grosse Planungsarbeit, die Beschaffung der diversen Bewilligungen und die Bauleitung übernahm Martin Gerber. Ein Vorhaben dieser Grössenordnung wäre ohne den grossenteils ehrenamtlichen Einsatz nicht finanzierbar gewesen.

    Verena Wagner, Hilterfingen, Pro Natura Region Thun, Mitträgerin des Projektes
    Von Anbeginn weg hat sich Verena Wagner stark am Projekt beteiligt und engagiert mitgekämpft, wenn Hindernisse auftauchten. Dank ihrer Unterstützung und Motivation hat der Projektleiter seine Arbeit durchziehen können. Ihre Erfahrung mit allen Gremien der Verwaltung, vor allem aber die Hilfe in der Geldmittelbeschaffung hat uns sehr viel genützt. Die vereinsübergreifende Zusammenarbeit war eine sehr erfreuliche Erfahrung. Vielen herzlichen Dank!

    Ekkehard Stürmer, Uetendorf, Präsident Baukommission
    Die erst während der Realisierungsphase gegründete Kommission unterstützte die Projektleitung sehr und entlastete Martin Gerber bei verschiedenen Entscheidungen. Obwohl nicht direkt in das Projekt involviert, kümmerte sich der Präsident der NGT intensiv um rechtliche Aspekte und suchte den Konsens zu finden zwischen unterschiedlichen Meinungen.

    Martin Burger und Claudius Straubhaar, beide Thun, Mitglieder der Baukommission
    Die beiden Vorstandsmitglieder der NGT ergänzten die interne BK und leisteten wertvolle Arbeit, einerseits als Finanzminister und Webmaster, andererseits als Fachmann im Bauwesen.

    Anita Knecht, Büro Impuls, ökologische Baubegleitung
    Die Verfasserin des Vorprojektes und Baubegleiterin unterstützte das Projekt mit persönlichem Einsatz und nach den Richtlinien des Kantons. Ihr Schlussbericht stellte uns ein hervorragendes Zeugnis aus.


    Für alle an der Natur interessierte Besucher unseres schönen Gwattlischenmoos stehen nun also zwei Beobachtungsstandorte zur Verfügung. Zum einen der seit vielen Jahren bestehende Turm im Westteil des Naturschutzgebietes und neu der sogenannte Hide am Weg zu den Bootsanbindeplätzen in der Nähe des Gwattzentrums. Der Schlüssel zum Turm kann leihweise an der Reception des Gwattzentrums (gegen Depot eines Personalausweises) geholt werden.


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